Rosen benötigen regelmäßige Pflege und Schnitt. Je nach Art und Wuchsform der Rose, muss der Schnitt entsprechend variiert werden.
Allgemeine Schnittregeln:
- Je schwächer der Wuchs, desto kräftiger der Rückschnitt.
- Je stärker der Wuchs, desto schwächer der Rückschnitt.
- regelmäßig schneiden
- schwaches, krankes, trockenes und nach innen wachsendes Holz entfernen
- im Herbst grundsätzlich nicht schneiden
- nur im Frühjahr (ca. M III bis A IV) schneiden
Schnitt bei Beet- und Edelrosen:
- schwachwüchsige Beet- und Edelrosen auf etwa 3 - 5 Augen (ca. 10-15 cm) zurückschneiden; beim Sommerschnitt das Verblühte inklusive 1 bis 2 voll entwickelte Laubblätter entfernen
- mittelstarkwachsende auf etwa 4 – 8 Augen (ca. 20-25cm) zurückschneiden; beim beim Sommerschnitt das Verblühte inklusive 3 bis 4 voll entwickelte Laubblätter entfernen
Schnitt bei Kletter-, Park- und Strauchrosen:
- altes Holz (älter als 2 Jahre) wird an der Basis entfernen
- Vorjahresruten bleiben erhalten; bei Kletterrosen werden sie angebunden
- beim Sommerschnitt bei öfterblühenden Arten das Verblühte inklusive 1 bis 2 voll entwickelte Laubblätter entfernen; bei einmalblühenden Arten nichts entfernen, da die Hagebutten im Herbst ein herrlicher Fruchtschmuck sind;
Ökologie:
Im Herbst nur kranke Pflanzenteile entfernen, Hagebutten und verblühte Blüten stehen lassen. So werden Auswinterungsschäden vermieden und die verschiedensten Vogelarten (Meisen, Distelfinken, u.a.) finden auch im Winter Nahrung. Krankes Falllaub wird entfernt oder in den Boden eingearbeitet. Man erspart sich so nicht nur die Schnittarbeit im Herbst, sondern beseitigt im Frühjahr, da die Rosen am ersten Jungaustrieb grundsätzlich verlaust und oft durch Frost geschädigt sind, diese Probleme gleich mit. Auf diese Weise betreiben wir eine naturnahe Schädlingsbekämpfung und haben bei den Pflanzen anschließend einen gesunden und wüchsigen Jungaustrieb ohne Frostschäden, der wiederum weniger krankheitsanfällig ist.
Tipp:
Sollten die Pflanzen nach dem Schnitt nur mit wenigen Augen austreiben, die entstandenen Jungtriebe nach dem dritten Laubblatt noch im krautigen Zustand entspitzen (pinzieren). So werden die noch ruhenden Augen zum Austrieb angeregt und die Pflanzen verzweigen sich besser.


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