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Herbstlaub – die ökologisch wertvolle Geldquelle

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Der Herbst zaubert herrliche Farben in Bäume und Sträucher. Doch wenn das Herbstlaub fällt, bekommen viele Gartenbesitzer Stressgefühle. Das muss aber nicht so sein.

Jetzt beginnt wieder für viele Gartenfreunde eine stress- und arbeitsreiche Zeit. Das Laub fällt, da gibt es täglich etwas zu tun. Es ist schon erstaunlich, mit welchem Eifer und mit welcher Ausdauer das Falllaub verfolgt und eingefangen wird! Die dominanten Geräusche dieser Tage stammen von Laubbesen, Straßenbesen oder Laubsaugern (-bläsern), die mit ihrem monotonen, heulenden Ton die Nerven strapazieren.

Doch muss das so sein? Ist das wirklich sinnvoll und erstrebenswert?
Müssen die Blätter unserer Laubgehölze wirklich komplett entfernt werden?
Es kommt doch auch niemand auf die Idee, im Wald Laub fegen zu wollen, oder?
Die Gartenfachberater des Verbandes Wohneigentum geben wichtige Hinweise rund ums Herbstlaub:

Herbstlaub ist Überwinterungsquartier und Nahrungsquelle.

Herbstlaub ist Nahrung für zahlreiche Mikroorganismen im Boden. Dieses Bodenleben sorgt dafür, dass im nächsten Frühjahr wieder ausreichend Nährstoffe für die Pflanzen zur Verfügung stehen. Außerdem ist die Laubschicht im Winterhalbjahr ein wichtiges Überwinterungsquartier für viele nützliche Insekten. Wenn die Laubschicht fehlt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sich im Frühjahr Blattläuse und andere Schädlinge prächtig entwickeln können. Das Insektenleben in der Laubschicht ist sogar so üppig, dass auch die gefiederten Gartengäste dort reichlich Nahrung finden.

Wo sollte das Herbstlaub auf jeden Fall liegenbleiben?

Im Bereich von Bäumen und Sträuchern, abgeernteten Beeten, Sommerblumen- und Staudenbeeten sollte das Laub liegen bleiben. Für viele Blütenstauden ist eine Laubschicht sogar der beste Winterschutz. Allerdings sollte die Laubschicht auch nicht zu dick sein. Besonders bei immergrünen und halbimmergrünen Stauden ist darauf zu achten, dass die grünen Pflanzenteile ausreichend Licht erhalten. Überschüssige Laubmengen sollten daher dem Kompost zugeführt oder als Winterschutz von empfindlichen Sträuchern oder Bambus verwandt werden.

Wo sollte das Herbstlaub auf keinen Fall liegenbleiben?

Auf Rasenflächen zum Beispiel sollte kein Herbstlaub liegen bleiben. Der immergrüne Rasen ist auch im Winterhalbjahr auf ausreichend Licht angewiesen. Die ersten fallenden Blätter im Herbst können noch gut mit dem Rasenmäher zerkleinert und gesammelt werden. Sobald sich aber Laubschichten bilden, ist das Laub von der Fläche zu entfernen. Günstige Zeiten für diese Arbeit sind Tage nach einer windreichen Phase. Faulpelze warten bis alles Laub unten liegt. Wer aber öfter als 2 bis 4 Mal im Herbst Laub harkt, der übertreibt. Auf Wegen sollte ebenfalls kein Laub liegen bleiben. Es sieht nicht gut aus und es kann eine rutschige Schicht entstehen. Das auf dem Rasen und Wegeflächen gesammelte Laub ist ein hervorragender Grundstoff für den Kompost. In jedem Fall sollte dieser kostbare Rohstoff im Garten verbleiben.

Die Geldquelle – Herbstlaub

Herbstlaub liefert nicht nur wertvolle Humusstoffe für einen gesunden Boden, sondern sorgt für eine gute Bodenstruktur, die die Auswaschung von Nährstoffen reduziert. So werden die teuren Dünger, die der Gartenbesitzer für seine Pflanzen verwendet, optimal genutzt. Außerdem bringt uns das Herbstlaub die Nährstoffe zurück, die dem Boden durch unsere Kulturpflanzen entzogen wurden. Wenn das Laub als Mulchschicht oder auf dem Kompost im Garten bleibt, schafft man einen Nährstoffkreislauf, wie er in der Natur vorhanden ist. Das spart teuren Dünger und teure Bodenverbesserungsprodukte!


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