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Bodenproben ziehen und untersuchen lassen

Bodenprofil Br Bild1
Bild 1: Bodenprofil
© Breidbach / Verband Wohneigentum

Bodenprobe Br Bild1
Bild 2: Bodenprobe
© Breidbach / Verband Wohneigentum

Im Ziergarten herrscht oft Nährstoffmangel Br Bild1
Im Ziergarten herrscht oft Nährstoffmangel
© Breidbach / Verband Wohneigentum

Nicht zu viel düngen im Gemüsebeet Br Bild1
Nicht zu viel düngen im Gemüsebeet.
© Breidbach / Verband Wohneigentum

Jeder Gartenliebhaber weiß, dass Pflanzen für ein gesundes Wachstum neben Licht und Wasser auch Nährstoffe benötigen. Nährstoffe bekommen Pflanzen naturgemäß durch sich zersetzendes Pflanzenmaterial in ihrer Nähe oder von außen, durch Dünger. Doch Vorsicht: Wer mehr Dünger streut, als die Pflanzen aufnehmen können, belastet die Umwelt. Daher ist es wichtig, ein gutes Maß zu finden: Wie viel Dünger versorgt die Pflanzen optimal, ohne die Umwelt zu strapazieren? Einen Hinweis geben Bodenproben.

Die Bodenproben-Untersuchen der vergangenen Jahren zeigen, dass die Flächen im Garten sehr unterschiedlich versorgt sind: Während der Gemüsegarten oft extrem überversorgt ist, herrscht im Ziergarten und vor allem im Rasen meist Nährstoffmangel. Beides tut den Pflanzen nicht gut – sie wachsen schlecht und sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Zudem können überschüssige Nährstoffe ausgewaschen werden und somit das Grundwasser belasten. Auskunft über das, was unter der Bodenoberfläche (siehe Bild 1) an Nährstoffen vorhanden ist, gibt die Untersuchung einer Bodenprobe. Am besten ziehen Sie Bodenproben im Herbst und im zeitigen Frühjahr. Wichtig ist, dass vor der Entnahme weder Kompost noch Dünger auf der Fläche verteilt wurden.

Bodenproben ziehen

Experten empfehlen, Gartenboden alle 3–5 Jahre untersuchen zu lassen. Die Entnahme wird am besten mit einem Bohrstock durchgeführt (siehe Bild 2), alternativ kann die Probe auch mit einem Spaten entnommen werden. Auf einer einheitlich genutzten Fläche (Rasen, Ziergarten, Gemüsebeet oder Obstgehölze) werden mindestens zehn Proben entnommen, wobei die Tiefe der Einstiche im Rasen ca. 10–15 cm, bei Beeten 25–30cm betragen sollte. Dann die Erde der Proben eines Bereiches sorgfältig in einem Eimer mischen, Pflanzen- und Wurzelreste entfernen, ca. 300–400g in einen Plastikbeutel füllen und von außen beschriften. Mit einem Begleitschreiben oder einem speziellen Formular schicken Sie die Probe anschließend an ein Bodenuntersuchungslabor. In einigen Landesverbänden des Verbands Wohneigentum bestehen Kooperationen mit solchen Labors – fragen Sie Ihren Gartenberater danach!

In der Regel werden bei einer solchen Untersuchung der Gehalt der Hauptnährstoffe Phosphor, Kalium und Magnesium sowie der pH-Wert festgestellt. Darüber hinaus können Sie auch den Humusgehalt oder Stickstoffgehalt bestimmen lassen. Für Letzteres muss die Probe aber gekühlt ins Labor gelangen – beachten Sie hierbei eventuelle Hinweise des Labors. Zwar benötigen Ihre Pflanzen auch eine Reihe von Spurenelementen, u. a. Eisen, Mangan Schwefel, die die Standarduntersuchungen nicht erfassen, allerdings ist der Untersuchungsaufwand und damit die Kosten höher und eine regelmäßige Kompostgabe reicht zur Versorgung aus.

Was steckt unter der Oberfläche?

Nach der Untersuchung erhalten Sie Informationen über Bodenart, Nährstoffgehalte und den pH-Wert (je nach Auftrag auch weitere Werte) zusammen mit dem für Ihren Boden/Ihre Anbaufläche gewünschten Sollwert. Diese Angaben sind Grundlage für eine Düngeempfehlung, die meist in g/m² Reinnährstoff angegeben wird. Sinnvoll ist es, wenn zu diesem Ergebnis handelsübliche Dünger mit der entsprechenden Aufwandmenge aufgelistet sind. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich wieder an Ihren Gartenberater wenden. Danach steht einer bedarfsgerechten Düngung und somit einer gesunden Entwicklung der Pflanzen nichts mehr im Wege.

Martin Breidbach


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