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Boden

Jeder von uns kennt die Begriffe Mutterboden oder Muttererde, die bei vielen Völkern dieser Welt für den Boden benutzt werden. Und wenn wir einmal genauer darüber nachdenken, dann werden wir feststellen, dass der Boden wirklich die Mutter des Lebens schlechthin ist. Er ist wertvoller als Gold. Erschreckend ist allerdings, wie sorglos und frevelhaft mit dem wertvollen Gut Boden umgegangen wird. Dies geschieht meist aus Unwissenheit, manchmal aber auch aus Fahrlässigkeit. Unser Ziel muss es sein, dies zu ändern, denn nur ein gesunder Boden bringt gesunde Frucht für gesunde Menschen!

Der Boden ist eines der kostbarsten Güter der Menschheit.
Er ermöglicht es Pflanzen, Tieren und Menschen, auf der Erdoberfläche zu leben.
(Europäische Bodencharta)

Was ist Boden?

Um diese Frage zu klären, muss man nur die vielfältigen Funktionen des Bodens aufzählen:

  • Standortfaktor: Ausdehnungsraum für die Wurzeln; Halt und Standfestigkeit für die Pflanze
  • Wasserspeicher: Speichern der Niederschläge in Regenzeiten; Vorrat für Trockenzeiten
  • Nährstoffdepot: Speichern zugeführter Nährstoffe; Produktion von Nährstoffen aus organischen Substanzen
  • Wärmeregulator und -speicher: Wärmeaufnahme im Sommer - Abstrahlung in der Übergangszeit; Ausgleich der Tages- und Nachttemperaturschwankungen
  • Luft- und Gasaustauscher: Kohlendioxidaustausch zwischen Boden und Luft; Stickstoffaufnahme aus der Luft; Belüftung des Wurzelbereichs
  • Lebensraum: Lebensraum für Klein- und Kleinstlebewesen

Wie sind unsere Böden entstanden?

In Jahrmillionen entstanden aus den unterschiedlichsten Ausgangsgesteinen durch Verwitterung, Erosion und organogene Einflüsse, die verschiedensten Böden.

  • Physikalische Verwitterung und Erosion: Die physikalische Verwitterung erfolgt vor allem durch Temperaturschwankungen und Eisbildung. Durch unterschiedliche Erwärmung und der damit verbundenen unterschiedlichen Ausdehnung entstehen Risse und Spalten. In diese Spalten kann Wasser eindringen. Durch die Ausdehnung des Wassers beim Gefrieren werden diese Spalten größer. Dabei werden sogar Felsbrocken abgesprengt. Die Gesteine zerfallen in immer kleinere Partikel und vergrößern insgesamt ihre Oberfläche. Somit wird auch ihre Angriffsfläche immer größer. Die Erosion durch Wind, Wasser und Eis hilft bei der Zerkleinerung.
  • Chemische Verwitterung: Die chemische Verwitterung erfolgt vor allem durch Wasser und Bodensäuren. Durch Säuren werden Salze aus dem Gestein gelöst und das Gestein wird poröser. Die gelösten Stoffe verstärken ihrerseits die Lösungskraft des Wassers.
  • Biologische Verwitterung: Die biologische Verwitterung beruht vor allem auf dem Einfluss der Pflanzen. Algen, Pilze, Moose und Flechten die auf nacktem Gestein siedeln und von gelösten Nährsalzen und Sonnenlicht leben. Sie verstärken durch ihre CO2-Bildung und Ausscheidungen den Verwitterungsprozess. Sobald sich höhere Pflanzen ansiedeln können, wirkt zusätzlich die Sprengkraft der Wurzeln. Durch die allmähliche Anreicherung mit organischen Substanzen (abgestorbene Pflanzen, Pflanzenteile, Tierkadaver, Exkremente) und die Arbeit der humusbildenden Mikroorganismen und Kleinlebewesen entstehen die unterschiedlichsten Rohböden. Diese bilden dann je nach Klima, Ausgangsgestein und Vegetationsdecke die Böden, die wir kennen.

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